
barrierefreiheit website testen für bessere UX & Ranking
Warum Barrierefreiheit nicht nur Pflicht, sondern auch Chance ist – bessere UX, besseres Ranking
Geschätzte Lesezeit: 10 Minuten
- Barrierefreiheit wird ab Juni 2025 für viele Unternehmen Pflicht (BFSG), bietet aber weit mehr als nur rechtliche Absicherung
- Bessere User Experience für alle: Klare Strukturen, einfache Navigation und verständliche Inhalte steigern die Zufriedenheit aller Nutzer
- SEO-Boost inklusive: Google bewertet barrierefreie Websites positiv – technische Optimierungen überschneiden sich stark mit Ranking-Faktoren
- Regelmäßiges Testen ist essentiell: Nur durch kontinuierliches „barrierefreiheit website testen" mit automatisierten Tools und manuellen Prüfungen schöpfst du das volle Potenzial aus
- Neue Zielgruppen erschließen und wirtschaftlicher Vorteil durch längere Verweildauer, geringere Absprungraten und höhere Conversion-Raten
Barrierefreiheit im Web – Von der lästigen Pflicht zur echten Chance
Ich erinnere mich noch gut an mein erstes größeres Web-Projekt vor ein paar Jahren. Barrierefreiheit? Das war für mich damals eher so ne Checkbox, die man irgendwann mal abhaken musste. Ehrlich gesagt habe ich nicht verstanden, warum das so wichtig sein sollte. Dann habe ich mal versucht, meine eigene Website nur mit der Tastatur zu bedienen – ohne Maus. Nach drei Minuten war ich genervt und frustriert. Da hat's bei mir Klick gemacht.
Die rechtliche Situation ist klar: Ab dem 28. Juni 2025 greift das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) für viele Unternehmen. Wer digitale Produkte oder Dienstleistungen anbietet, muss diese nach WCAG-Kriterien zugänglich machen. Das klingt erstmal nach Mehraufwand und Kosten. Aber genau hier liegt der Denkfehler, den ich anfangs auch gemacht habe.
Barrierefreiheit bedeutet nicht, dass deine Website plötzlich hässlich oder technisch eingeschränkt wird. Im Gegenteil: Du machst sie besser. Für alle Menschen. Eine Website, die barrierefrei ist, funktioniert auch bei langsamer Internetverbindung besser. Sie ist übersichtlicher strukturiert. Sie lädt schneller. Und sie ist auf jedem Gerät nutzbar – vom großen Desktop-Monitor bis zum kleinen Smartphone-Display.
Die Chance liegt in der Reichweite: In Deutschland leben über 10 Millionen Menschen mit einer anerkannten Behinderung. Dazu kommen ältere Menschen mit eingeschränkter Sehkraft oder motorischen Schwierigkeiten. Das sind potenzielle Kunden, die du mit einer nicht-barrierefreien Website ausschließt. Wenn ich heute auf eine Seite komme, die ich nicht vernünftig bedienen kann, bin ich weg – in maximal zehn Sekunden. So geht's vielen Menschen täglich.
Verantwortung zeigen zahlt sich aus: Unternehmen, die Barrierefreiheit ernst nehmen, positionieren sich als modern, inklusiv und verantwortungsbewusst. Das ist kein Marketing-Blabla, sondern wird von Kunden wahrgenommen und geschätzt. Besonders die jüngere Generation achtet darauf, welche Werte Unternehmen vertreten.
Bessere User Experience durch barrierefreies Design – Alle profitieren
Als Läufer kenne ich das: Wenn der Trail gut markiert ist, die Wegweiser klar sind und keine unnötigen Hindernisse rumliegen, macht das Laufen einfach mehr Spaß. Genauso ist es mit Websites. Barrierefreies Design zwingt dich dazu, Strukturen klar und logisch aufzubauen.
Klare Navigation ist der Kern
Eine barrierefreie Website hat eine durchdachte Informationsarchitektur. Die Navigation ist konsistent und vorhersehbar. Nutzer finden schneller, was sie suchen. Das bedeutet konkret: Aussagekräftige Überschriften, eine logische Hierarchie (H1, H2, H3) und sinnvoll benannte Menüpunkte. Nicht "Mehr erfahren" als Link-Text, sondern "Mehr über unsere Trainingsmethoden erfahren".
Lesbarkeit für alle Augen
Ausreichende Kontraste zwischen Text und Hintergrund helfen nicht nur Menschen mit Sehbeeinträchtigungen. Auch wenn du draußen in der Sonne auf dein Handy schaust, bist du froh über gute Kontraste. Schriftgrößen, die anpassbar sind. Zeilenlängen, die nicht über den ganzen Bildschirm gehen. All das macht Inhalte besser konsumierbar.
Größere Klickflächen und verständliche Sprache
Wenn ich nach nem harten Workout zittrige Finger habe und auf meinem Phone was anklicken will, bin ich dankbar für Schaltflächen, die groß genug sind. Das ist kein Sonderfall – das betrifft jeden. Die WCAG-Richtlinien empfehlen Mindestgrößen für interaktive Elemente. Das reduziert Frustration und Fehlklicks massiv.
Verständliche Sprache: Barrierefreiheit bedeutet auch, Inhalte in einfacher, klarer Sprache zu formulieren. Keine verschachtelten Sätze, keine Fachwort-Flut ohne Erklärung. Das kommt allen Nutzern zugute – egal ob Muttersprachler, Menschen mit kognitiven Einschränkungen oder einfach jemandem, der schnell eine Info braucht.
Das Ergebnis ist messbar: Websites mit hoher Usability verzeichnen längere Verweildauern, mehr Seitenaufrufe pro Besuch und niedrigere Absprungraten. Conversion-Raten steigen, weil Nutzer ihre Ziele ohne Hindernisse erreichen.
Barrierefreie Website SEO – Warum Google dich dafür belohnt
Hier wird's richtig interessant, weil viele das nicht auf dem Schirm haben: Barrierefreiheit und SEO gehen Hand in Hand. Google's Crawling-Bots sind im Prinzip wie Screenreader – sie "lesen" deine Website und versuchen zu verstehen, worum es geht. Was einem Screenreader hilft, hilft auch Google.
Semantisches HTML ist die Basis
Wenn du deine Überschriften korrekt auszeichnest (H1 für den Haupttitel, H2 für Unterkapitel etc.), versteht Google die Struktur deiner Seite. ARIA-Labels und -Rollen helfen bei dynamischen Elementen wie Akkordeons oder Tabs. Google kann diese Inhalte besser indexieren und thematisch einordnen.
Alt-Texte für Bilder sind Gold wert
Für blinde Menschen sind Alt-Texte unverzichtbar – der Screenreader liest sie vor. Für Google sind sie der einzige Weg, zu verstehen, was auf einem Bild zu sehen ist. Wenn du ein Bild von einem Trail-Running-Schuh zeigst, sollte der Alt-Text nicht "IMG_1234" sein, sondern kontextuelle, beschreibende Texte.
Ladegeschwindigkeit, Mobile-First und Nutzersignale
Barrierefreie Websites sind oft schlanker im Code, weil sie auf unnötige Spielereien verzichten. Das verbessert die Ladezeit – ein wichtiger Ranking-Faktor. Außerdem erfüllen sie oft automatisch Mobile-First-Kriterien. Nutzersignale wie Verweildauer und Absprungrate beeinflussen Rankings, und hier punktet barrierefreie UX.
Barrierefreiheit Website testen – Die richtigen Tools und Methoden
Jetzt kommen wir zum praktischen Teil: Wie testest du, ob deine Website wirklich barrierefrei ist? Nur zu sagen "Ich glaub schon, dass das passt" reicht nicht. Du brauchst konkrete Tests – und zwar regelmäßig.
Automatisierte Tools sind dein erster Freund
Es gibt eine Reihe von kostenlosen Tools, die dir schnell zeigen, wo Probleme liegen. Google Lighthouse ist direkt in Chrome eingebaut (Developer Tools → Lighthouse → Accessibility). WAVE (WebAIM) ist ein Browser-Plugin, das visuelle Fehler direkt auf der Seite markiert – fehlende Alt-Texte, Kontrastprobleme, falsche Überschriftenstrukturen.
Weitere empfehlenswerte Tools
- Axe DevTools – findet viele technische Barrieren
- Easy Web Check – guter Schnelltest für den deutschen Markt
- Contrast Checker – prüft Farbkombinationen
Manuelle Tests sind unverzichtbar
Automatische Tools finden nur etwa 30–40% aller Barrieren. Den Rest musst du manuell testen. Tastatur-Navigation: Kannst du deine gesamte Website nur mit Tab, Enter und Pfeiltasten bedienen? Ist die Fokus-Reihenfolge logisch? Sind alle interaktiven Elemente erreichbar?
Screenreader-Tests
Installier dir einen Screenreader (NVDA für Windows ist kostenlos, VoiceOver ist auf Mac/iOS vorinstalliert) und teste deine Website damit. Das ist am Anfang gewöhnungsbedürftig, aber extrem lehrreich. Du merkst sofort, wo deine Beschriftungen unklar sind oder wo wichtige Informationen fehlen.
Regelmäßigkeit ist entscheidend: Bei jedem größeren Update, jedem neuen Feature solltest du einen Test durchführen. Barrierefreiheit ist kein Projekt mit Enddatum, sondern ein kontinuierlicher Prozess.
Website barrierefrei Test – Schritt für Schritt zur optimierten Seite
Lass uns konkret werden. Ich zeig dir, wie ich bei einem website barrierefrei test vorgehe – vom ersten Scan bis zur Optimierung.
Schritt 1 – Der Schnelltest mit automatisierten Tools
Ich starte immer mit Google Lighthouse. Öffne deine Website in Chrome, drücke F12, klick auf "Lighthouse", wähle "Accessibility" und starte den Scan. In 30 Sekunden hast du einen ersten Überblick. Parallel lasse ich WAVE laufen – das zeigt mir Fehler direkt im Layout.
Schritt 2 – Kontraste prüfen
Mit einem Contrast Checker teste ich alle wichtigen Text-Hintergrund-Kombinationen. Die WCAG verlangt ein Kontrastverhältnis von mindestens 4,5:1 für normalen Text und 3:1 für großen Text.
Schritt 3 – Struktur und Semantik checken
Sind alle Überschriften korrekt hierarchisch? Haben alle Bilder Alt-Texte? Sind Formulare richtig beschriftet? Diese Fragen kläre ich im Code und mit Tools.
Schritt 4 – Tastatur-Navigation testen
Ich navigiere nur mit der Tab-Taste durch die gesamte Seite. Dabei achte ich: Ist der Fokus immer sichtbar? Komme ich zu allen interaktiven Elementen? Ist die Reihenfolge logisch?
Schritt 5 – Screenreader-Test
NVDA oder VoiceOver aufsetzen und die Seite vorlesen lassen. Werden alle Informationen verständlich wiedergegeben? Sind Schaltflächen und Links klar benannt?
Schritt 6 – Mobile Geräte nicht vergessen
Teste die Seite auf dem Smartphone mit aktivierten Bedienungshilfen. Sind Touch-Targets groß genug? Funktioniert die Vergrößerung? Ist die Navigation mit dem Daumen gut bedienbar?
Schritt 7 – Dokumentation und Priorisierung
Mache eine Liste mit gefundenen Problemen und priorisiere sie: kritisch, hoch, mittel, niedrig.
Schritt 8 – Nachtest nach Optimierung
Nach der Behebung teste ich nochmal durch – am besten mit allen Tools. Barrierefreiheit website testen ist ein Kreislauf, kein linearer Prozess.
WCAG, BITV und BFSG – Die rechtlichen Grundlagen verstehen
Gesetze und Richtlinien sind nicht gerade spannend — aber wenn du verstehst, was gefordert wird, fällt die Umsetzung leichter.
WCAG
Die WCAG (Web Content Accessibility Guidelines) sind der internationale Standard. Aktuell ist Version 2.1 maßgeblich, Version 2.2 ist seit Oktober 2023 verfügbar. Drei Konformitätsstufen: Level A (Minimum), Level AA (empfohlen) und Level AAA (höchster Standard).
BITV
In Deutschland gilt die BITV 2.0 für öffentliche Stellen. Sie basiert auf WCAG 2.1 Level AA und ist seit 2019 verbindlich für Websites und Apps des Bundes und der Länder.
BFSG
Das BFSG erweitert die Pflicht ab 28. Juni 2025 auf private Wirtschaftsunternehmen. Betroffen sind Anbieter bestimmter Dienstleistungen und Produkte – u. a. E-Commerce, Banking, Verkehr und Kommunikationsdienste. Ausnahmen existieren für Kleinstunternehmen.
Was bedeutet das konkret? Du musst nachweisen können, dass du deine Website auf Barrierefreiheit geprüft hast. Eine Barrierefreiheitserklärung auf der Website wird Pflicht — darin dokumentierst du, welche Standards du erfüllst und wo es noch Baustellen gibt.
Typische Barrieren finden und beheben – Praxisbeispiele
Hier sind die häufigsten Barrieren, die mir beim Testen begegnen – und wie du sie behebst.
- Fehlende Alt-Texte bei Bildern — Lösung: Beschreibende Alt-Texte oder
alt=""für dekorative Bilder. - Zu geringe Kontraste — Lösung: Contrast Checker benutzen und mindestens 4,5:1 für normalen Text sicherstellen.
- Falsche Überschriftenstruktur — Lösung: Eine H1 pro Seite, dann konsequent H2, H3, etc.
- Links ohne aussagekräftigen Text — Lösung: Link-Texte kontextunabhängig verständlich formulieren.
- Formularfelder ohne Label — Lösung: Jedes Input-Element braucht ein verknüpftes
<label>. - Fehlende Fokus-Indikatoren — Lösung: Sichtbaren Fokus-Ring beibehalten oder deutlich gestalten.
- Videos ohne Untertitel oder Transkript — Lösung: Untertitel (WebVTT) und idealerweise Transkript anbieten.
- Nicht bedienbare Dropdown-Menüs — Lösung: Tastatur-Zugänglichkeit sicherstellen und ARIA-Attribute nutzen.
Von der Theorie zur Praxis – Dein Aktionsplan für mehr Barrierefreiheit
Hier ist ein pragmatischer Aktionsplan, den ich gerne mit Kunden durchgehe.
Phase 1 – Ist-Zustand erfassen (Woche 1-2)
- Vollständigen Test deiner wichtigsten Seiten durchführen
- Mindestens drei Tools nutzen: Google Lighthouse, WAVE, Contrast Checker
- Tastatur-Durchlauf und Screenreader-Test durchführen
- Fehler dokumentieren und priorisieren
Phase 2 – Quick Wins umsetzen (Woche 3-4)
Fehler wie fehlende Alt-Texte, schlechte Kontraste und defekte Tastatur-Navigation zuerst beheben. Das bringt schnelle Verbesserungen.
Phase 3 – Systematische Optimierung (Woche 5-8)
Mittlere und hohe Prioritäten abarbeiten, Navigation optimieren, ARIA-Attribute hinzufügen, Barrierefreiheitserklärung erstellen.
Phase 4 – Testing mit echten Nutzern (Woche 9-10)
Menschen mit Behinderungen testen lassen – unbezahlbar wertvoll. Organisationen vermitteln solche Tests.
Phase 5 – Kontinuierliche Verbesserung (ab Woche 11)
Barrierefreiheits-Checks in den Entwicklungsprozess integrieren, Team schulen und regelmäßige Audits planen.
Tools in den Workflow einbauen: Lighthouse, axDevTools, Pa11y oder Axe Core in CI/CD.
FAQ – Häufige Fragen zur Barrierefreiheit von Websites
Ist Barrierefreiheit wirklich ab 2025 Pflicht für alle Unternehmen?
Nicht für absolut alle, aber für viele. Das BFSG gilt ab 28. Juni 2025 für Unternehmen, die bestimmte Produkte oder Dienstleistungen anbieten – vor allem E-Commerce, digitale Services, Banking, Verkehr und Telekommunikation. Kleinstunternehmen (unter 10 Mitarbeiter, Umsatz unter 2 Mio. Euro) sind teilweise ausgenommen, sollten aber trotzdem Barrierefreiheit berücksichtigen. Öffentliche Stellen sind schon seit 2019 verpflichtet (BITV 2.0).
Welche Tools sind am besten, um barrierefreiheit website testen durchzuführen?
Es gibt keine "beste" Lösung, sondern eine Kombination funktioniert am besten. Google Lighthouse ist kostenlos und einfach zu nutzen – perfekt für den Start. WAVE zeigt Fehler visuell direkt auf der Seite. Axe DevTools findet viele technische Probleme. Für deutsche Websites ist der Easy Web Check hilfreich. Zusätzlich brauchst du manuelle Tests: Tastatur-Navigation, Screenreader (NVDA, JAWS, VoiceOver) und Nutzertests mit Menschen mit Behinderungen.
Wie viel kostet es, eine Website barrierefrei zu machen?
Das hängt stark vom aktuellen Zustand und der Komplexität ab. Eine einfache Website mit gutem Basis-Code kann mit 20–40 Stunden Arbeit deutlich verbessert werden (ca. 2.000–4.000 Euro bei externen Dienstleistern). Große, komplexe Plattformen können mehrere Zehntausend Euro kosten. Ein professionelles Audit kostet je nach Umfang 1.500–5.000 Euro. Langfristig spart Barrierefreiheit Geld, weil weniger Nacharbeiten nötig sind und mehr Nutzer erreicht werden.
Reichen automatisierte Tests aus?
Nein, definitiv nicht. Automatisierte Tools finden nur 30–40% aller Barrieren. Sie erkennen technische Probleme (fehlende Alt-Texte, Kontraste, Code-Struktur), aber nicht, ob ein Alt-Text sinnvoll ist oder die Navigation logisch funktioniert. Manuelle Tests und echte Nutzertests sind unverzichtbar für eine wirklich barrierefreie Website.
Verbessert Barrierefreiheit wirklich mein Google-Ranking?
Ja, nachweislich. Google bewertet viele Faktoren, die mit Barrierefreiheit übereinstimmen: Ladegeschwindigkeit, Mobile-Optimierung, klare Strukturen, semantisches HTML, Alt-Texte und Nutzersignale (Verweildauer, Absprungrate). Eine barrierefreie Website bietet bessere UX, was Google direkt als Qualitätssignal wertet. Studien zeigen: Websites, die WCAG Level AA erfüllen, ranken im Durchschnitt besser.
Was ist der Unterschied zwischen WCAG Level A, AA und AAA?
Level A ist das Minimum – die grundlegendsten Anforderungen. Level AA ist der empfohlene Standard für die meisten Websites und gesetzlich oft gefordert (z. B. BITV, BFSG). Er deckt die wichtigsten Barrieren ab. Level AAA ist der höchste Standard, aber nur für bestimmte Bereiche oder Inhalte komplett umsetzbar. Für die meisten Websites ist Level AA das realistische und sinnvolle Ziel.
Wie teste ich meine Website mit einem Screenreader?
Für Windows lade dir NVDA herunter (kostenlos). Für Mac ist VoiceOver vorinstalliert (aktiviere es in den Systemeinstellungen unter Bedienungshilfen). JAWS ist der professionelle Standard, aber kostenpflichtig. Starte den Screenreader, öffne deine Website im Browser und navigiere mit den Pfeiltasten oder Tab durch die Seite. Hör zu, was vorgelesen wird – sind alle Infos verständlich? Werden Bilder beschrieben? Sind Links klar benannt?
Muss ich Videos unbedingt mit Untertiteln versehen?
Ja, wenn du Barrierefreiheit ernst nimmst und gesetzliche Anforderungen erfüllen willst. Untertitel helfen nicht nur gehörlosen Menschen, sondern auch Nutzern in lauter Umgebung, Nicht-Muttersprachlern und bei schlechter Audio-Qualität. YouTube kann automatisch Untertitel generieren (aber kontrolliere die Qualität!). Für professionelle Videos nutze WebVTT-Dateien mit korrekten, zeitgestempelten Untertiteln.
Wie schreibe ich gute Alt-Texte für Bilder?
Beschreibe, was auf dem Bild zu sehen ist, in 1–2 Sätzen. Konzentriere dich auf relevante Informationen. Beispiel schlecht: "Bild von einem Mann". Beispiel gut: "Läufer in blauem Shirt beim Bergauf-Sprint auf Schotterpfad, umgeben von Kiefern". Wenn das Bild rein dekorativ ist, nutze ein leeres Alt-Attribut (alt="").
Gibt es Förderungen für Barrierefreiheit?
Ja, verschiedene Förderprogramme unterstützen Unternehmen bei der Umsetzung. Das Integrationsamt fördert Maßnahmen zur Beschäftigung schwerbehinderter Menschen – dazu kann auch die barrierefreie Gestaltung digitaler Arbeitsplätze zählen. Einige Bundesländer und Kammern bieten Zuschüsse oder Beratungsförderung. Auch KfW-Programme zur Digitalisierung können teilweise genutzt werden. Am besten bei der örtlichen IHK, Handwerkskammer oder beim Integrationsamt nachfragen.
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